Workshop 6: Die Prinzessin will nicht gerettet werden – ein Spiel bauen, mit und ohne KI 

Eine Prinzessin, die keine Lust hat, gerettet zu werden. Ein Monster, das sich nur noch widerwillig mit Rittern kloppt. Im Workshop bauen wir einen Fantasy-Side-Scroller, in dem Spielfiguren ihre eigenen Rollen hinterfragen. Dabei reden wir über die Rolle von KI im Entwicklungsprozess eines digitalen Spiels. Gerade wenn Du ein erstes Spiel ohne ein großes Team im Hintergrund oder Vorerfahrung entwickeln möchtest, kann KI Zeitgewinn oder Inspiration bieten. Trotzdem sollten wir uns fragen, warum wir ein Spiel entwickeln, wen wollen wir erreichen, worum soll es gehen und vor allem, was wollen wir selbst aus dem Prozess mitnehmen. Am Ende wollen wir vermeiden, dass wir die spannendsten Aufgaben im Prozess einer Maschine überlassen.  

Auf der technischen Ebene arbeiten wir mit der Open Source Game Engine Godot und offen lizenzierten bzw. Creative-Commons-Assets. Im Vergleich dazu schauen wir uns KIs für die Spieleentwicklung, Characterdesign und Dialoge an. Um einen spielbaren Prototypen zu schaffen, werden wir mit verschiedenen Vorlagen arbeiten, sodass genügend Zeit zum Reflektieren und Diskutieren bleibt. 

Workshop-Leitung:  Christian Voigt

Christian Voigt lehrt u.a. KI Kompetenzen, digitale Spielkultur, Game Design und KI an der Hochschule Düsseldorf. In seinen Workshops nutzt er Spielentwicklung als Möglichkeit, digitale Technologien nicht nur anzuwenden, sondern ihre Auswirkungen auch praktisch zu reflektieren. Dabei interessiert ihn besonders, was passiert, wenn KI Teile eines kreativen Prozesses übernimmt: Wo hilft sie? und Wo schränkt sie ein? Und wann entspricht ein Spiel dann noch der eigenen Idee? Spiele versteht er dabei als Ausdrucksmedium – ähnlich wie Podcasts, Videos oder Blogs – mit dem sich eigene Perspektiven, Erfahrungen und gesellschaftliche Themen spielerisch platzieren lassen.


Dieser Workshop findet nur am Samstag den 21.11, statt:
Sonntag von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr (Ankommen um 09:30).

Alter der Teilnehmenden: 16 bis 27 Jahre.

Format: Präsenzworkshop

Veranstaltungsort: Haus der Jugend.